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Sozialaktion, Arbeit mit Geflüchteten bis zur Partnerschaft mit Kolumbien

Katholische Jugendverbände tagen in Jugendbildungsstätte Rolleferberg

„Puh, ist das anstrengend!“ Seit zehn Minuten versucht Alexandra, mit ihrem Rollstuhl durch die Tür vom Garten ins Haus zu kommen. Selbst mit Hilfe klappt es nicht auf Anhieb. Eine unscheinbare Kante wird zum unüberwindbaren Hindernis. Alexandra sitzt heute zum ersten Mal im Rollstuhl. Im Workshop Inklusion auf der Diözesanversammlung der katholischen Jugendverbände darf sie für ein paar Stunden hautnah erleben, was für RollstuhlfahrerInnen Alltag ist. „Ich bewundere jeden, der im Rollstuhl sitzt und sich sich nicht unterkriegen lässt“, sagt sie. Mit ein paar Rollstühlen testet die Gruppe, was es alles braucht, damit die Jugendbildungsstätte Rolleferberg beim bevorstehenden Umbau barrierefrei wird. Zudem beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Gruppenstunden und Ferienfreizeiten gestaltet sein müssen, dass sie für alle einladend sind - auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Mit offenen Armen für Geflüchtete

Eine andere Gruppe debattiert in der Zwischenzeit darüber, wie die Jugendverbände sich am besten für junge Geflüchtete einsetzen können. Welche Angebote braucht es? Wie können die jungen Flüchtlinge mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen dort eine Heimat finden? Welche Hilfen brauchen die ehrenamtlichen Leitungen, um mit den traumatischen Erlebnissen, die viele der Geflüchteten mitbringen, besser umgehen zu können? Ausgehend von bestehenden Projekten entsteht eine rege Diskussion darüber, welche Rahmenbedingungen Projekte zum Gelingen brauchen. „Ich bin beeindruckt, wie viele Projekte es in den Verbänden bereits gibt“, sagt dazu Colin. „Das ist ein ganz wichtiges Thema auch für die nächsten Jahre.“

Befreit die Freizeit!

Ein weiterer Workshop behandelt das Thema „Befreit die Freizeit!“ Jugendliche haben immer weniger freie Zeit zur Verfügung. Durch die Verkürzung der Schulzeit, die Ausweitung der Ganztagsschulen und die Engpässe bei Ausbildungs- und Studienplätzen stehen sie unter einem hohen Leistungsdruck. 40-Stunden-Wochen und mehr sind für viele Kinder und Jugendliche Alltag. Auf der letzten Versammlung 2014 haben die katholischen Jugendverbände beschlossen, dass sich der BDKJ politisch für größere Freiräume für Kinder und Jugendliche einsetzt. In diesem Workshop diskutieren die TeilnehmerInnen erneut über ihre konkreten Forderungen und Wege, diese in Politik und Gesellschaft zu Gehör zu bringen.

Partnerschaft mit Kolumbien

Einige Verbände pflegen bereits jahrzehntelang eine Partnerschaft mit Kolumbien, dem Partnerland des Bistums Aachen. Andere sind noch Neulinge auf diesem Gebiet, so auch der BDKJ, der Dachverband der katholischen Jugendverbände im Bistum Aachen. Seit 2013 entsendet er eigene Freiwillige nach Kolumbien. In diesem Workshop finden sich alle zu einem Austausch zusammen, die Interesse an der internationalen Partnerschaftsarbeit oder speziell an Kolumbien haben. Es geht um die konkreten Erfahrungen mit den Einsätzen der Freiwilligen und darüber, wie man mit Stereotypen und Vorurteilen wie „Deutsche sind immer sehr fleißig und pünktlich“ umgehen kann. Aber auch grundlegende Fragen spielen eine Rolle: Wie muss die Partnerschaftsarbeit im Verband verankert sein, damit für beide Seiten ein fruchtbarer Austausch entsteht?

Sozialaktion im Bistum Aachen geplant

Zur Vorbereitung auf eine neue bundesweite Sozialaktion wollen die katholischen Jugendverbände vorab eine kleinere Sozialaktion im Bistum Aachen durchführen. Bei der Sozialaktion, die rund alle vier Jahre stattfindet, engagieren sich alle katholischen Jugendverbände gleichzeitig in ihrem Umfeld in sozialen Projekten. „Bei der letzten Aktion haben die Gruppen Spielplätze instand gesetzt, Ausflüge mit Senioren gemacht, mit einem Wohnheim für Behinderte ein Straßencafé organisiert, das Flüsschen Wurm von Müll befreit und vieles mehr. Bei dieser Aktion können Kinder und Jugendliche ihr Umfeld gestalten und erneut zeigen, was in ihnen steckt!“, so Gesa Zollinger, Diözesanvorsitzende des BDKJ Aachen.

Die Delegierten bei der Stimmabgabe

Die Delegierten bei der Stimmabgabe